Film: Untraceable – jeder Klick kann töten

Untraceable DVD-Cover

Wer ist Schuld an einem Mord, wenn der Täter die Tat nur vorbereitet und von einem Automaten durchführen lässt abhängig von der Zahl der eingeloggten Benutzer auf einer Webseite? Diese Frage ist Hintergrund des Thrillers „Untraceable“ aus dem Jahr 2008 des Regisseurs Gregory Hoblit.

Jennifer Marsh arbeitet als Agentin in der FBI-Abteilung für Internetkriminalität, als ihr der Fall einer Webseite übertragen wird, in dem eine Katze vor laufender Kamera ermordet wurde, sobald eine bestimmte Zahl von Besuchern auf dieser Webseite überschritten wurde. Sie ahnt früh, dass dies erst der Anfang von einem größeren Verbrechen ist. In der Folge werden mehrere Morde an Menschen über diese Webseite übertragen und durch die Besucherzahlen ausgelöst.

Zunächst scheint es, als gäbe es keinen Zusammenhang zwischen den Morden, aber als Griffin Dowd, der Ermittlungspartner von Jennifer Marsh auf ähnliche Art ermordet wurde und ihr kurz vor dem Tod noch eine Nachricht übermittelt, die sie schließlich auf die richtige Spur führt.

Der Täter litt selbst unter der unsäglichen Sensationsgier von Presse und Fernsehen und rächt sich an den Menschen, die seiner Meinung nach für die Verbreitung der entsprechenden Nachrichten verantwortlich sind. Wie von Hollywood nicht anders zu erwarten, gerät die Hauptdarstellerin am Ende selbst in die Fänge des Massenmörders, bevor es zum Showdown kommt.

Fazit: Der Film ist ein gut gemachter Thriller, der das Internet gepaart mit der Sensationsgier der Zuschauer zum Mordinstrument macht. Er ist durchaus sehenswert und transportiert neben dem üblichen Gut-Böse-Schema auch eine gehörige Portion Medienkritik. Letztlich muss sich der Filmemacher aber fragen lassen, ob er nicht selbst von eben dieser Sensationsgier lebt. Gesamteindruck: befriedigend bis gut.

 

Medium DVD
Dauer 98 Minuten
Format 21:9 auf 16:9 verkleinert
Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch
Altersfreigabe ab 16
Veröffentlicht 2008
Regie Gregory Hoblit
Schauspieler Diane Lane,
Colin Hanks,
Billy Burke,
Joseph Cross

Diese Filmbeschreibung ist Teil meiner Reihe über sogenannte Hacker-Filme, das sind Filme, in denen Computereinbruch und kreative Techniknutzung eine gewisse Rolle spielen oder sogar zum Hauptthema erhoben werden. Ich beschäftige mich mit der Darstellung dieser digitalen Subkultur aus privatem und beruflichem Interesse. Häufig sind die technischen Details haarsträubend unrealistisch und durch Effekte dargestellt, die allein der Dramaturgie dienen, nicht dem Verständnis der Technik. Die Sammlung „Hacker-Filme“ wird am Ende über 40 Einträge umfassen.


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