Film: Password Swordfish – nichts ist wie es scheint

Password Swordfish DVD-Cover

Der verurteilte Hacker Stanley, der nach seiner Haft nie wieder einen Computer berühren darf, wird von einem zwielichtigen Geschäftsmann angeworben um für ihn eine große Menge Schwarzgeld zu stehlen. Um seine Tochter wiederzusehen, willigt er ein. In der Folgezeit muss er feststellen, dass er immer wieder auf Unstimmigkeiten der Geschichten stößt, die ihm die Akteure auftischen. Wer ist dieser Gabriel wirklich, wer in seinem Team gehört zu den Guten und wer zu den Bösen?

Ein buntes Feuerwerk an unerwarteten Wendungen in der Storyline, ein Hin und Her von Vertrauen und Misstrauen, eine schnelle Handlungsfolge und Sprünge in der Abfolge der Erzählung bauen fortgesetzt Spannung auf. Einzig die Versuche von Stanley, die Beziehung zu seiner Tochter wieder aufzubauen, die er nach seinem Haftaufenthalt ebenfalls nicht mehr sehen darf, bleiben eine gewisse Konstante über den ganzen Film hinweg.

Wie bei vielen Hackerfilmen, so sind auch hier die technischen Aspekte vollkommen unrealistisch, die Darstellung des Computervirus als grafisches Element allein der Dramaturgie geschuldet. Selbstverständlich kann der Protagonist eine hochwertige Verschlüsselung in 60 Sekunden knacken und selbstverständlich schafft er es, in den von ihm entwickelten Virus eine Hintertür einzubauen, die er gegen seinen Auftraggeber einzusetzen versucht.

Niemand ausser dem überragenden Gabriel kennt alle Zusammenhänge des Plans, nicht einmal derjenige, von dem er seinen Auftrag erhielt. Er ist ein Meister der Täuschung und Ablenkung und scheint für jede unvorhersehbare Wendung einen Ausweg bereit zu haben, bis gegen Ende sein Hubschrauber in Flammen aufgeht.

Fazit: Ein temporeiches Action-Spektakel voller Überraschungen und Wendungen. Eine Freude für Fans von großen Special-Effects. Mit etwas Abstand sollte man sich anschließend die Zeit nehmen, um ethische und moralische Werte im Film zu analysieren und sich selbst zu fragen, ob man diese vertreten könnte. Absolut empfehlenswert.

 

Medium DVD
Dauer 96 Minuten
Format 21:9 auf 16:9 verkleinert
Sprachen Deutsch, Englisch
Altersfreigabe ab 16
Veröffentlicht 2001
Regie Dominic Sena
Schauspieler Hugh Jackman,
John Travolta,
Hale Berry,
Don Cheadle

Diese Filmbeschreibung ist Teil meiner Reihe über sogenannte Hacker-Filme, das sind Filme, in denen Computereinbruch und kreative Techniknutzung eine gewisse Rolle spielen oder sogar zum Hauptthema erhoben werden. Ich beschäftige mich mit der Darstellung dieser digitalen Subkultur aus privatem und beruflichem Interesse. Häufig sind die technischen Details haarsträubend unrealistisch und durch Effekte dargestellt, die allein der Dramaturgie dienen, nicht dem Verständnis der Technik. Die Sammlung „Hacker-Filme“ wird am Ende über 40 Einträge umfassen.


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